Verkehrsrecht

Unsere heutige Zeit verlangt von jedem Einzelnen immer mehr Mobilität. Das hat zur Folge, dass das Verkehrsaufkommen auf den Straßen wächst. Damit steigt auch die Zahl der Verkehrsunfälle.

Selbst wer unverschuldet Opfer eines Verkehrsunfalles geworden ist, steht den danach folgenden Szenarien, sei es von Seiten der KFZ-Versicherungen oder der Ermittlungsbehörden, oft hilflos gegenüber.

Die einzelnen Teilgebiete überschneiden sich in der Praxis sehr häufig. So kann beispielsweise eine Trunkenheitsfahrt im Verkehr strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen und gleichzeitig erhebliche Nachteile gegenüber der eigenen KFZ-Versicherung zur Folge haben.

Für den Laien sind die sich daraus ergebenden Wechselwirkungen und die sich daraus für ihn ergebenden rechtlichen Konsequenzen oft kaum bekannt. Diese Wechselwirkungen gilt es frühzeitig zu erkennen, um entsprechend erfolgreich agieren zu können.

1. Verkehrsrecht

Unter dem (zivilen) Verkehrsrecht wird in erster Linie das Verkehrsunfallrecht verstanden. Dabei stehen die Unfallregulierung, die Geltendmachung sowie die Abwehr von Schadensersatzansprüchen im Vordergrund.

Ausgehend von der Klärung der Haftungsfrage nach einem Verkehrsunfall schließt sich die Prüfung und Geltendmachung sämtlicher in Betracht kommender Schadensersatzansprüche an. Dazu zählen, soweit es sich um einen reinen „Blechschaden“ handelt, die Reparaturkosten, die Wertminderung, die Sachverständigenkosten, die Nutzungsausfallentschädigung und die Mietwagenkosten.

Kommen zum eigentlichen Blechschaden noch Verletzungen hinzu, so geht es um das Schmerzensgeld, die Heilbehandlungskosten, die Entschädigung wegen des Ausfalls im Haushalt, den Verdienstausfall und vieles andere mehr.

2. Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht

Das Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht befasst sich im Unterschied dazu im Wesentlichen mit den Bußgeldbescheiden. Auch Ordnungswidrigkeiten können im öffentlichen Straßenverkehr nach dem neuen Bußgeldkatalog empfindliche Geldbußen nach sich ziehen und oftmals ein Fahrverbot oder gar den Entzug der Fahrerlaubnis bedeuten.

Nicht zu vergessen, die Punkte in Flensburg.

Zu den häufigsten Bußgelddelikten gehören die Geschwindigkeitsüberschreitung, die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes, die Missachtung von Rotlicht und das Benutzen des Handys durch den Fahrzeugführer während der Autofahrt.

3. Verkehrsstrafrecht

Das Verkehrsstrafrecht schließlich ist ein Teilbereich des Strafrechts und findet sich im Strafgesetzbuch (StGB). Zu den häufigsten Delikten zählen die Trunkenheit im Straßenverkehr (§ 316 StGB) im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen, der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b StGB) oder das unerlaubte Entfernen vom Unfallort (§ 142 StGB), im Volksmund besser bekannt als Fahrer- oder Unfallflucht.

Ein einziges Mal im Straßenverkehr strafrechtlich auffällig zu werden, kann genügen, und es drohen neben einer Geldstrafe eine Freiheitsstrafe, die Entziehung der Fahrerlaubnis und die Einziehung des Führerscheins. Bestehen darüber hinaus auch noch Zweifel an der Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges, droht schließlich die Anordnung der medizinisch-psychologischen Untersuchung, kurz MPU genannt, im allgemeinen Sprachgebrauch besser bekannt unter dem Begriff „Idiotentest“.

Eine rechtzeitige fachkundige anwaltliche Unterstützung ist in Verkehrssachen schon allein wegen der hohen Bedeutung, welche die Fahrerlaubnis inzwischen in unserer mobilen Welt erlangt hat, nahezu unerlässlich, um keine rechtlichen Nachteile zu erleiden.

Unsere Kanzlei verfügt über jahrelange Erfahrungen und ein großes Fachwissen in den genannten Bereichen auch über die Grenzen von Magdeburg hinaus. Deshalb beraten und vertreten wir Sie gerne in allen verkehrsrechtlichen Angelegenheiten.